Louvre 3, Paris 1989, Thomas Struth
Thomas Struth
Louvre 3, Paris 1989
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Thomas Struth

Louvre 3, Paris 1989, 1989 (Abzug 2012)


Blatt
155 x 172 cm
Material und Technik
C-Print
Inventarnummer
DZF 48
Erwerbung
Sammlung der DZ BANK im Städel Museum
Status
Nicht ausgestellt

Texte

Über das Werk

Bevor Menschen auf seinen Fotografien erschienen sind, zielte die Kamera von Thomas Struth auf Fassaden und in leere Straßen. Langsam stellten sich Passanten ein. Struths Lichtbildnerei begann 1976, als der Künstlerlehrling das Studium der malerisch zu ergründenden Fläche bei Gerhard Richter abbrach, um in der Klasse von Bernd und Hilla Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie zu üben, wie man nach wie vor mit den Augen eines Malers den realen Bestand fotografiert. Frühmorgens blickte er während seines New Yorker Stipendienjahres in die unbevölkerten Gebäudeschluchten von Big Apple. Es folgten die Wohnhausketten von Paris, pfahlbautenähnliche Hochhäuser (Totems), historische Stadtviertel – und dann allmählich die belebte Sicht auf Straßen und Plätze. Als Struth sie verließ, um ins Innere der Häuser vorzudringen und dort Familien der gehobenen Gesellschaft in selbst gewählten Positionen aufzunehmen, entstand parallel dazu in den großen Museen die berühmte Serie der Publikumsbeobachtungen. Struths Kamera nähert sich dort den Besuchern wie diese den Gemälden: mit Interesse und Faszination, aber auch mit Gleichmut und Befremdung, mit Erschöpfung und Selbstvergessenheit. Der Porträtist bleibt auf Distanz.

Werkdaten

Werkinhalt

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Letzte Aktualisierung

19.05.2026